Thursday, October 10, 2013

The Other's World: PARTICIPATING IN A TV SHOW

I. was a colleague of mine when I was working at the bank. By chance I heard from another former colleague of mine that she had participated in a TV show and had won some serious money! I had to know more of her adventure on TV and was glad when she agreed on answering my questions.

The show is called 1 vs. 100 (read more about the game on Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/1_vs._100). Before meeting her I had no idea what that game was about but I was nevertheless impressed by her undertaking. I don't honestly know if I could have kept my calm on live TV :-)

Read what she has to tell about this adventure (the pictures are hers - from her trip to New Zealand - paid by the money she won... but don't let me anticipate anything - read for yourself...). You'll find the English version at the bottom.





Wie kamst du überhaupt dazu, dich bei diesem Spiel (1 Gegen 100) im Schweizer Fernsehen anzumelden?
Ich schaute mir die Sendung manchmal an. An einem Montag konnte die Hauptkandidatin die meisten der gestellten Fragen der Moderatorin nicht beantworten. Ich hätte aber alle Antworten gewusst. Da dachte ich: Warum melde ich mich nicht selber an? Was ich dann tat (im Internet).
Mir war dann schon ein wenig mulmig zumute, vor allem, weil ich bei allen weiteren Sendungen, die ich schaute, fast keine Fragen mehr beantworten konnte. Hatte ich zu sehr aus einer Laune heraus gehandelt?
Es war auf jeden Fall zu spät – ich war schon zum Casting in den Hauptsitz des Schweizer Fernsehens eingeladen worden. Ich musste 100 Fragen beantworten in den verschiedenen Rubriken: Geographie, Politik usw. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mir nicht allzu grosse Hoffnungen machte. Umso erstaunter war ich dann, als ich die Einladung bekam!
Ich hatte mich im Mai / Juni angemeldet, die Sendung wurde dann im September aufgenommen (es werden während drei Tagen im Studio sechs Sendungen aufgenommen). Das waren zwar anstrengende aber schöne und tolle Tage. Es war nie mein Ziel gewesen, ein Hauptkandidat zu werden. Ich wollte einfach mal dabei sein!
Als dann der Zufallsgenerator den letzten Hauptkandidaten der Sendung suchte, realisierte ich nicht gleich, dass der Scheinwerfer auf mir hängen geblieben war. Erst als mein Spiel-Nachbar mich stupste und darauf aufmerksam machte, realisierte ich, dass wirklich ich an der Reihe war! Ich konnte es kaum glauben. Zudem wollte der Zufall, dass genau an diesem Tag viele meiner Kollegen im Publikum sassen! 
Ich kam dann direkt in die Maske und zehn Minuten später stand ich im Rampenlicht und beantwortete die erste Frage. Ich war total unvorbereitet!



Wie viele Fragen musstest du beantworten?

Ich weiss es gar nicht mehr so genau, nicht viele. Ich glaube so 6 oder 7. Ich hatte sehr viel Glück. Bei der einen Frage fielen 44 der 100 Gegenspieler raus, weil sie die falsche Antwort gaben. Ich wusste zwar die Antwort auch nicht richtig, aber meine Intuition sagte mir, sag doch einfach das. Und ich lag richtig!
Die Fragen sind glücklicherweise nicht nur typische Wissensfragen. Sonst wäre ich nicht weit gekommen. Viele davon drehen sich beispielsweise auch „nur“ um Klatsch und Tratsch, wie die eine, wo der Kandidat das letzte Album von Lady Gaga kennen musste.



Welches war dann die letzte Frage – die Gewinnfrage?

„Welches ist der Künstlername der Familie Estevez?“. Ich kannte die Antwort auf diese Frage, weil ich wusste, dass „Emilio Estevez“ ein Schauspieler und sein Bruder Charlie Sheen ist. Darum war die korrekte Antwort „Sheen“. Bei dieser Frage sind alle meine Gegenspieler rausgefallen – ich hingegen war mir 100% sicher!
Als ich Hauptkandidatin wurde, dachte ich nie ans Gewinnen. Mir war viel wichtiger, nicht peinlich da zustehen (immerhin nationales Fernsehen) und schon bei der ersten Frage auszuscheiden! 



Welches war denn deine erste Frage?
„Welches ist der Beruf des Bruders von Hakan Yakin?“ Ich wusste, dass er Fussballtrainer ist. Ich hatte Glück, auf eine leichte erste Frage zu stossen. Es hat mir einen peinlichen Moment erspart.

Wie viel Geld hast du gewonnen?
Etwas mehr als 45‘000 Franken. Mein Gewinn gehört immer noch zu den Top 12 aller Gewinner dieser Sendung (das kann man auf der Internet-Seite des Schweizer Fernsehens nachschauen). Das macht mich schon ein wenig Stolz.


Welches ist deine beste / schönste Erinnerung dieses Abends / dieses Abenteuers?
Als ich eine Frage ohne Joker beantwortete. Ich war total unsicher. Ich hätte zwar auch einen Joker nehmen können, aber wenn man da im Rampenlicht steht, macht man Sachen, die nicht nachvollziehbar sind. Die Frage lautete: „Wie nennt man in Österreich das Schweizer Örgeli?“ Die richtige Antwort war „Maurerklavier“. Ich war so unsicher, aber ich wagte mich trotzdem. Als sich dann herausstellte, dass ich richtig lag, war das ein total gutes Gefühl.

Hat diese Erfahrung dein Leben verändert?
Nein, verändert hat sich nichts. Es war einfach einer der besten Momente meines bisherigen Lebens. Eine einmalige Erfahrung. Ich freute mich, gewonnen zu haben. Normalerweise habe ich im Leben nicht so viel Glück im Spiel und deshalb war meine Freude umso grösser. Es ging nicht um die Menge des gewonnenen Geldes (ich hätte auch nur 2000 Franken gewinnen können) sondern ums Gewinnen an und für sich.

Was hast du mit dem Geld, das du gewonnen hast, gemacht?
Ein Drittel davon gab ich dem Steueramt. Dann ging ich ausgiebig Kleider shoppen (für einmal ohne schlechtes Gewissen!). Zudem buchte ich gleich eine 2,5 wöchige Reise nach Neuseeland. Dort habe ich es mir richtig gut gehen lassen und unternahm Sachen, wie Skydiving, die ich mir sonst nicht hätte leisten können. Es war meine erste Reise alleine und eine tolle Erfahrung.
Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hat sich trotzdem was verändert in meinem Leben: Ich habe das Reisen entdeckt – auch das alleine Reisen.

Würdest du es wiedermachen?
Ja, sofort. Es war eine so tolle Erfahrung.
Leider darf ich aber in den nächsten 10 Jahren an keinem anderen Spiel des Schweizer Fernsehens mitmachen, das ist eine Bedingung. Schade!


ENGLISH VERSION:
 
How did you get around to applying to the 1 vs. 100 TV game on Swiss TV?
I sometimes watch the show on TV. One Monday the main candidate wasn’t able to answer most of the questions asked by the show master. I would have known all the answers though. That’s when I thought: why not apply for the game myself? What I then did (on the Internet).
Afterwards I got really nervous about it especially because in all the shows I watched from then on I wasn’t able to answer many question. Had I acted too much on a whim?
It was anyway too late for any doubt – I had already been invited to attend the casting which is being held at the headquarters of the Swiss Broadcasting Corporation. During this casting I had to answer 100 questions of various categories like geography, politics etc.
Honestly speaking I didn’t have great expectations and I was therefore really surprised when I received the invitation to participate!
I had applied in Mai / June and the show was recorded in September (during three days in the studios they record six shows). These days were very exhausting but wonderful and cool at the same time. It has never been my goal to become a main candidate. I simply wanted to be part of the show!
When during the last show they were searching randomly for the last main candidate, I didn’t immediately realize that the spotlight was on me. Only when my game neighbor gave me a gentle nudge and made me aware of the light, I realized that it was my turn! I could barely believe it. This same day, by coincidence, many of my friends were sitting in the audience! I was directly sent to make-up and not ten minutes later I was standing in the spotlight and answering my first question. I was totally unprepared!

How many questions did you have to answer?
I don’t remember how many there were exactly, not many though. I think 6 or 7. I was very lucky. After one question 44 of 100 participants were eliminated for not answering correctly. I didn’t know the answer either but a hunch told me to say what I said. And I was right!
Luckily the questions are not only about pure knowledge. Otherwise I wouldn’t have made it too far. Many questions, for instance, are “only” about gossip, like the one where the candidate had to know the name of the latest Lady Gaga album.

Which was your last question – the question that made you win?
„Which is the screen name of the Estevez family?“ I knew the answer to this question because I knew that “Emilio Estevez“ was an actor and that his brother was Charlie Sheen. The correct answer therefore was “Sheen”. All my adversaries were eliminated because they didn’t know the correct answer – I on the other hand was 100% sure of it!
When I became the main candidate I never thought about winning. It was far more important for me not to have any awkward moment (National TV after all)and not to be eliminated after the first question!

Which was the first question then?
“Which is the job of Hakan Yakin’s brother?“ I knew that he was a soccer coach. I was lucky to have had an easy first question. It saved me from an awkward moment.

How much money did you win?
A bit more than 45’000 Swiss Francs. My winnings are still part of the top 12 of all winnings of this show (you can look it up on their website). That makes me proud.

Which one is the best memory of this evening / adventure?
When I answered a question without using a joker. I was totally unsure about it though. I should have played the joker but when you’re standing in the spotlight you do things that are not comprehensible. The question was: “How is the accordion called in Austria?” The correct answer was “Maurerklavier”. I was totally unsure but took a risk. When they told me that I was right it was a wonderful feeling.  

Did this experience change your life somehow?
No, nothing has changed. It simply was one of the best moments of my life until now. It was a unique experience. I am happy to have won. Normally I have no luck in gambling und therefore my joy was even bigger. It’s not about the amount that I have won (I could have won only 2000 Swiss Francs) but about the winnings as such.

What did you do with the money you’ve won?
One third of it went directly to the tax office (IRS). Then I did some extensive shopping (for once without a guilty conscience!). Moreover I booked a trip of 2 ½ weeks to New Zealand. I had a very good time and indulged in experiences, like Skydiving, that I usually wouldn’t have been able to afford. It was my first solo trip and it was a great experience.
Thinking about it know, there is nevertheless one thing that has changed in my life: I discovered traveling – also solo traveling.

Would you do it again?
Yes, immediately. It was such a great experience.
Unfortunately I am not allowed to participate in any other show of Swiss TV for the next 10 years – that’s a condition I had to agree on. What a pity!


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