Saturday, March 31, 2012

The Other's World: LOVE FOR DOGS


J. is a good friend of mine. We've known each other for... many years. It's best that I won't say how many years it has been because... it makes the two of us seem really old SMILE. Well, let's just say that I have seen her kids grow! J. and I share the same passion for life and have a similar basic energy that makes us understand each other without many words (even though we like to talk for hours!). She is my ears, sometimes, when I need to speak out loud what is going on inside my head (and vice versa).
J. loves animals. She has got a dog, four cats and an aquarium full of fishes.

Here what she has to tell us about her love for dogs:


Bitte beschreibe uns dein Leben / deine Liebe zu Hunden?
Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und bekam mit etwa 10 meinen ersten Hund. Es war ein silbergrauer Zwergpudel namens Nicole. Nicole war mein Ein und Alles - sie war mein Freund, sie war mein Begleiter durch dick und dünn, sie war mein Ersatzgeschwister. Ich wusste von Anfang an, dass ich auch später mit Hund durchs Leben gehen wollte. Als ich dann von zu Hause ausgezogen bin, blieb Nicole zurück bei meinen Eltern. Sie starb mit circa 13 Jahren als vollwertiges Familienmitglied.

Wie hat deine Liebe zu Hunden dein Leben verändert / bereichtert?
Als ich meinen Mann vor bald 30 Jahren kennengelernte, wurde dieser schon bald mit meinem Hundewunsch konfrontiert. Für mich kam nur ein Partner an meiner Seite in Frage, der sich damit auseinandersetzen konnte und sich auch auf ein solches Abenteuer einlassen wollte. Ich musste dann allerdings noch einige Jahre auf meinen Vierbeiner warten. Als dieser dann endlich einzog (unsere Kinder waren dann schon aus dem Gröbsten raus), war mein Familienleben erst wirklich komplett.

Faro (ein französischer Hirtenhund - Berger Picard) stellte innerhalb kürzester Zeit unser ganzes Leben auf den Kopf. Ein 10 Wochen alter Welpe ist etwa zu vergleichen mit einem einjährigen Baby; noch keine Ahnung von irgendetwas im Leben, endlos viele tolle Ideen, unglaublich aktiv den ganzen Tag, fordernd und absolut unberechenbar. Diese nicht immer einfache Anfangszeit (nebst zwei kleineren Kindern, Haushalt und Job ... und einem oftmals überforderten Ehemann) war extrem intensiv und kräfteraubend, aber ich bereut keine Sekunde.
Faro war von Anfang an eine Bereicherung für uns alle. Für mich war es eine lehrreiche Zeit. Ich musste viel lernen und überdenken. Er war zwar emotional fast wie ein drittes Kind für mich, funktionierte aber eben nicht so. Ich musste seine hündische (wölfische) Sprache lernen und mich ganz neu erfahren. Ich war gefordert und ständig in einem Spagat. Ich musste an meiner Geduld arbeiten und lernte, was Gelassenheit bedeutet. Ich musste mich mit so vielen so genannten erfahrenen "Hündelern" und deren endlos gut gemeinten Ratschlägen auseinandersetzen. Ich musste Stärke beweisen mit meinem schwer erziehbaren (in Fachbüchern nachzulesen!) Hund und lernen, mich vor den allwissenden Blicken anderer zu behaupten und mich nicht beeindrucken zu lassen.
Mein ansonsten nicht ungesundes Selbstbewusstsein wurde auf eine sehr harte Probe gestellt.
Es war ein langer und schwieriger Weg. Faro jedoch dankte es mir mit seiner wundervollen Art. Mit den Jahren wurden wir zu einem absoluten Dream-Team!

this is Faro

Was magst du am liebsten an deinem Leben (seit es die Liebe zu Hunden bereichert hat)?
Nach 12+ Hundejahren mit Faro mussten wir ihn weiterziehen lassen. Für die ganze Familie brach eine Welt zusammen. Wir verloren ein Familienmitglied und wir trauern noch heute um unseren ersten und besten Hund, den es je gegeben hat.
Wir blieben ein halbes Jahr hundelos, trauerten und verzweifelten auch manchmal. Doch nun wird seit ein paar Wochen unser Familienleben (inzwischen mit erwachsenen Kindern inkl. Partnern) wieder durch einen haarigen Vierbeiner belebt. Jamie, ein Airedale Terrier-Welpe, rast nun durchs Haus, macht wieder alles unsicher, kaputt und hat täglich tausend neue Ideen und Flausen im Kopf. Es ist wieder (trotz Erfahrung) anstrengend, nervenaufreibend und manchmal mühsam - aber nichtsdestotrotz eine neue Bereicherung für mich.
Ich bin wieder zweimal pro Tag im Dorf unterwegs. Ich treffe wieder Leute, nehme mir wieder Zeit für ein Schwätzchen mit der Bauernfrau oder treffe andere Hundespaziergänger und tausche mich aus. Ich bewege mich wieder regelmässig an der frischen Luft und dies bei jedem Wetter. Ich lerne wieder die Natur schätzen und bei jeder Witterung wahrzunehmen. Meine Sinne sind wieder geöffnet und wach und ich bin täglich aktiv und on tour.
Ich gehe heute auch viel "selbstverständlicher" und selbstsicherer mit dieser neuen Herausforderung um.


young Jamie

Was hat dir die Liebe zu Hunden beigebracht?
Ich weiss nicht genau, ob es mir die Liebe zu Hunden beigebracht hat oder ob es mir einfach durch die Liebe zu Hunden bewusster geworden ist. Ich bin flexibel, tolerant und offen gegenüber Neuem und Unvorhergesehenem. Ich kann mich sehr gut in neue Situationen einfühlen und gehe mit offenen Sinnen durchs Leben. Ich weiss auch, dass ich eigentlich alles, was ich möchte, schaffen und bewältigen kann.

Lebst du das Leben, das du dir wünscht? Wenn nein, was würde es brauchen, ein solches zu leben?
Eigentlich kann ich diese Frage mit "ja" beantworten. Trotzdem hat es immer einen Platz für ein "Aber": Ich möchte in meinem Leben nicht stehen bleiben, auch wenn ich mir einen meiner Lebenswünsche mit dem Hund erfüllen konnte und ich im Moment damit auch wieder vollumfänglich ausgelastet bin. Ich möchte weitergehen, offen bleiben und neue Herausforderungen annehmen und anpacken. Daran arbeite ich schon jetzt mit meinem Welpen. Er darf mich schon jetzt fast überallhin begleiten, muss sich auch in mein aktives Leben und manchmal turbulentes Familienleben eingliedern. Er soll auch später duch alle jetzt noch nicht bekannten Situationen gehen und dies an meiner Seite.

  Jamie and his best friend

1 comment:

Anonymous said...

Thanks a lot my best friend - it was a pleasure!!! JJ